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Gartentipp April 2012

Aussaat von Gemüse im Freiland

Eigenes Gemüse anzubauen, zu ernten und frisch zu verzehren ist nicht nur gesund, es schmeckt auch einfach viel besser, als gekauftes. Im April und Mai ist die Hauptzeit für die Aussaat. Zunächst sollte man die noch vorhandenen Saatgutbestände zu prüfen und, wenn notwendig, zu ergänzen. Im vergangenen Jahr eingekauftes Saatgut kann noch verwendet werden, wenn es kühl und trocken gelagert wurde. Wer nicht mehr genau weiß, wann das Saatgut gekauft wurde, kann sich am Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung orientieren oder einen Keimtest auf einem Stück feuchten Küchenpapier durchführen. Wenn das Saatgut nur noch spärlich keimt, sollte man lieber neues kaufen.

Nun geht es an die Planung. Um möglichst wenig Ärger, sondern viel Ertrag zu bekommen, gilt es einiges zu beachten. In keinem Beet darf zwei Jahre hintereinander an derselben Stelle die gleiche Gemüseart angebaut werden. Jahr für Jahr sollten sich Pflanzen verschiedener Familien im Beet abwechseln. Die Hauptkulturen, wie alle Kohlarten, Möhre, Sellerie, Ebsen, Bohnen, Tomaten oder Kartoffeln benötigen eine lange Zeit für ihr Wachstum. Sie sollten sogar nur in dreijährigem Abstand auf Pflanzenarten der eigenen Familie folgen. Auf unseren sandigen Böden mit niedrigem pH-Wert wo die Kohlgewächse durch die Kohlhernie gefährdet sind, sollte man nur alle fünf Jahre Kreuzblütler an derselben Stelle pflanzen. Wer mit den botanischen Familienverhältnissen nicht ganz so sattelfest ist, findet hier eine Übersicht der wichtigsten Gemüsearten.


Die Familien wichtiger Gemüsearten

Kreuzblütler 

alle Kohlarten, Rettich, Radies, Kresse  

Schmetterlingsblütler 

Erbsen, Bohne  

Doldenblütler 

Möhre, Sellerie, Dill, Fenchel, Petersilie  

Korbblütler 

Kopfsalat, Endivie, Chicoree, Schwarzwurzel  

Gänsefußgewächse 

Spinat, Rote Rübe, Mangold  

Liliengewächse 

Zwiebel, Lauch, Knoblauch  

Kürbisgewächse 

Gurke, Kürbis, Zucchini, Melone  

Nachtschattengewächse 

Tomate, Paprika, Kartoffel  

Baldriangewächse 

Feldsalat  


Der Zustand des Gartenbodens beeinflusst maßgeblich, wie gut die Pflanzen gedeihen. Bevor es ans Aussähen geht, sollte der Boden daher umgegraben, aufgelockert, mit organischem Dünger versorgt und von Unkraut befreit werden. Zur Verbesserung von sandigen, nährstoffarmen Böden lohnt es sich Tonmehl, z.B. Bentonit oder Urgesteinsmehl einzuarbeiten. Das verbessert die Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit. Bei der Aussaat sollte unbedingt der angegebene Pflanzabstand eingehalten werden, denn das Gemüse wird oft größer, als man denkt. Bei feinem Saatgut wie Radieschen ist es einfacher, wenn man Saatbänder aus Zellstoff verwendet. Eine Vliesabdeckung wärmt den Boden und sorgt damit für ein schnelleres Wachstum der Saat. Zusätzlich hält sie Gemüsefliegen von Rettich und Möhren fern, wenn sie unmittelbar nach der Saat aufgelegt werden. Unter der Voraussetzung, dass die Auflage dicht geschlossen ist, erhält man dann "madenfreies" Gemüse. Vliese können bis höchstens Mitte Mai auf den Beeten liegen bleiben. Zusätzlich kann man Lochfolie auflegen oder Folientunnel verwenden um die Ernte zu verfrühen. Die Folie sollten bei Möhren und Rettich spätestens entfernt werden, wenn die Früchte etwa bleistiftdick sind. Bei Radieschen kann die Folie bis kurz vor der Ernte auf dem Beet verbleiben.