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Gartentipps



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Hyazinthen, Winterlinge

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Schachbrettblume

Im Herbst schon an das Frühjahr denken

Wer jetzt Blumenzwiebeln pflanzt, kann im Frühjahr ein buntes Wunder erleben!
Nicht nur Tulpen, Krokusse und Narzissen müssen nun in den Boden, auch ausgefallenere Arten wie Schachbrettblume, Winterling und Berganemone sind an der Reihe. Winterlinge sind in Europa heimisch und gehören zu den ersten Farbtupfern, die sich bereits im Februar blicken lassen.
Eranthis hyemalis, so der botanische Name, wirkt besonders schön in Kombination mit anderen kleinen Zwiebelblumen wie Krokus, Schneeglöckchen und Märzenbecher. Er ist ideal unter laubabwerfenden Bäumen und Sträuchern zu pflanzen und bevorzugt einen etwas lehmigen oder tonigen Boden. Sandboden können Sie einfach mit einer ordentlichen Menge Lauberde (oder Kompost) und Urgesteinsmehl/Tonmineral aufwerten.

Einen echten Hingucker bilden die Blüten der Schachbrettblume (Frittilaria meleagris). Der Gattungsname leitet sich vom lateinischen fritillus, Würfelbecher ab – und bezieht sich auf ein Brettspiel der Römer. Meleagris kommt aus dem Griechischen und bedeutet Perlhuhn – das Gefieder weist ein ähnliches Muster auf. Man nannte die Schachbrettblume daher auch Perlhuhntulpe.
Eine besondere Geschichte über sie gibt es in Schweden. Der Legende zufolge blüht dort seit einer Schlacht im Jahr 980 n. Chr. jeweils eine rote für jeden der besiegten Dänen und eine weiße für jeden gefallenen Schweden. Bereits im Barock war die Zwiebelblume in Ziergärten sehr weit verbreitet. In der freien Natur findet man das Liliengewächs nur noch selten, dann aber in größeren Beständen auf wechselfeuchten Auwiesen von Flüssen. Wie an ihrem natürlichen Standort bevorzugt die Schachbrettblume einen feuchten und nährstoffreichen, neutral bis mild humosen Lehm- oder Tonboden. Dabei benötigt sie reichlich Licht und wenigstens hellen Halbschatten – Schatten verträgt sie ebenso wenig wie Trockenheit. Stehende Nässe über längere Zeit ist dagegen vollkommen unproblematisch, so fühlt sie sich gerade wie zu Hause. Die Pflanzen sind winterhart und robust. Die Schachbrettblume sorgt mit reichlich Brutzwiebeln und Samen für ihre Verwilderung im Garten.


Der Rasen braucht ebenfalls Aufmerksamkeit, denn er soll nicht kraftlos in den Winter gehen.
Spezieller Herbstrasendünger enthält besonders viel Kalium, das fördert die Festigung der Zellwände und macht dadurch den Rasen robust und resistenter gegen Pilzkrankheiten, die dem Rasen im Winter oft zu schaffen machen. Bei sinkenden Temperaturen sollte der Rasen auf eine Höhe von fünf Zentimetern gemäht werden: Ist das Gras länger, kann es faulen, ist es zu kurz, fehlt den Wurzeln ein Kälteschutz. Kleine, staunasse Bereiche sollte man mit einer Grabgabel lüften, dann bekommen die Wurzeln wieder, was sie brauchen: Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe.


Mein Tipp: Auch Rosen, Junggehölze und Immergrüne freuen sich im September über Kaliumdünger. Er fördert das Verholzen der Triebe und setzt ähnlich wie ein Auftausalz den Gefrierpunkt in den Zellen herab, so dass die Triebe frostfester werden.




Holm
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